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Unternehmen Juni 2026

Produktivität für anspruchsvolle Aerospace-Prozesse

Auf der ILA Berlin 2026 zeigte SCHUNK vom 10. bis 12. Juni 2026, wie sich anspruchsvolle Fertigungsprozesse in der Aerospace-Industrie stabil, präzise und wirtschaftlich umsetzen lassen. Im Fokus standen Lösungen für Werkstück- und Werkzeugspanntechnik sowie Automatisierungskonzepte, die Rüstaufwände reduzieren, reproduzierbare Qualität unterstützen und die Skalierbarkeit der Fertigung verbessern – auch bei komplexen Bauteilen und schwer zerspanbaren Werkstoffen.
ILA SCHUNNK Özdemir Die Zukunft des Standorts im Blick: Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, tauschte sich mit Stefan Engelhardt, Executive Vice President Global Sales bei SCHUNK, über Schlüsseltechnologien für die Aerospace-Industrie aus.
Bildquelle: Messe Berlin GmbH

Die ILA Berlin zählt zu den weltweit führenden Luft- und Raumfahrtmessen und bringt alle zwei Jahre die internationale Aerospace-Community in die Mitte Europas. 2026 stand die zukünftige Rolle Deutschlands als Luftfahrtstandort im Fokus – technologisch wie ökonomisch. Denn die europäische Luft- und Raumfahrtbranche durchläuft einen tiefgreifenden Wandel: Klimaschutz, Sicherheit und digitale Souveränität prägen Investitionen, Entwicklungsprogramme und die industrielle Wertschöpfung. Vor diesem Hintergrund wächst der Druck, industrielle Prozesse robuster und zugleich produktiver auszulegen. Filigrane Leichtbaustrukturen, anspruchsvolle Materialien und streng zertifizierte Abläufe lassen wenig Spielraum für Abweichungen. Die Schnittstelle zwischen Werkzeug, Werkstück und Handhabung wird damit zum entscheidenden Faktor.

Fokus Rüstzeit, Prozesssicherheit und Skalierbarkeit

Genau hier setzte SCHUNK auf der ILA an: Im Mittelpunkt standen branchenspezifische Lösungen für Werkstück- und Werkzeugspanntechnik sowie für die Automatisierung. Ziel ist es, Rüstzeiten zu reduzieren, Prozesse abzusichern und Fertigungsschritte zu standardisieren – damit Abläufe nicht nur zuverlässig funktionieren, sondern auch skalierbar werden. SCHUNK überträgt dazu die Erfahrung aus hochgetakteten Industrien wie Automotive in die Aerospace-Fertigung – mit dem Anspruch, die Ausbringung zu erhöhen, ohne dabei Kompromisse bei Qualität und Reproduzierbarkeit einzugehen.

ILA VERO-S Aviation Mit den SCHUNK VERO-S Aviation Spanneinheiten lassen sich Strukturbauteile flexibel und deformationsarm aufspannen.

Ein Beispiel sind die VERO-S Aviation Spanneinheiten. Sie ermöglichen es, rüstintensive Strukturbauteile flexibel und deformationsarm aufzuspannen. Weniger Aufspannungen und schnelleres Rüsten verkürzen die Durchlaufzeit und beschleunigen so den gesamten Fertigungsprozess. Dabei setzt SCHUNK bewusst auf bewährte Standardtechnik und kombiniert diese gezielt für branchenspezifische Anwendungen. So entstehen robuste, wiederholgenaue Spannkonzepte, die Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen unterstützen. Ergänzend zeigte SCHUNK werkstückspezifische Spannkonzepte, die sichere Kraftübertragung, hohe Rundlaufgenauigkeit und reproduzierbare Ergebnisse unterstützen - von Strukturbauteilen über Triebwerkskomponenten bis hin zu Konzepten für Einmalwerkstücke.

Wie sich Spanntechnik und Maschinenperipherie zu stabilen, effizienten Prozessketten verbinden lassen, demonstrierte SCHUNK am Beispiel einer automatisierten Maschinenbeladung. Durch den automatisierten Wechsel von Paletten mit unterschiedlichen Spannmitteln und Werkstücken lassen sich Rüstprozesse standardisieren und Maschinenlaufzeiten erhöhen – bei gleichbleibender Wiederholgenauigkeit. Automatisierung wird damit genau dort wirksam, wo in zertifizierten Fertigungsumgebungen Auslastung, Qualität und Termintreue zusammenkommen.

ILA Spannkonzepte Von Strukturbauteilen über Triebwerkskomponenten bis hin zu Bladed Discs und Fahrwerksbauteilen: SCHUNK zeigte werkstückspezifische Spannkonzepte für anspruchsvolle Aerospace-Bauteile.

Wo Standardlösungen an Grenzen stoßen, entwickelt SCHUNK im Rahmen von SCHUNK Engineering kundenspezifische Konzepte. Aerospace-Werkstücke sind hochspezifisch und unterliegen besonders hohen Anforderungen an Sicherheit, Genauigkeit und Dokumentation. Gemeinsam mit Kunden entstehen Spann- und Automationslösungen, die konsequent vom Bauteil und vom Prozess her gedacht sind und sich zuverlässig vom Prototyp bis zur Serienfertigung übertragen lassen.

Austausch mit Politik: Innovationsmotor Aerospace

Am Rande der Messe tauschte sich SCHUNK mit politischen Vertretern zur Entwicklung der Branche und ihrer Rolle als Innovationsmotor in Europa aus, so auch mit Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg. „Die Aerospace-Industrie schafft neue Wachstumschancen. Entscheidend sind verlässliche Lieferketten, robuste Prozesse und der schnelle Transfer von Innovation in die industrielle Anwendung. Dazu leisten wir bei SCHUNK unseren Beitrag: mit Technologien, die die hohen Anforderungen unserer Kunden pragmatisch und skalierbar umsetzen“, sagt Stefan Engelhardt, Executive Vice President Global Sales bei SCHUNK.