Co-act Greifer Meets Cobots

Die NEUEN SCHUNK Greifer für den kollaborierenden Betrieb. Intelligent und sicher mit dem Menschen interagieren.

Unter dem neuen Markennamen Co-act (collaborative actuator) präsentiert SCHUNK zukünftig sein Greiftechnik-Programm für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration. Auf der Hannover Messe 2017 erhielt SCHUNK für den Co-act JL1 Greifer, das weltweit erste intelligente Greifmodul für die Mensch-Roboter-Kollaboration das unmittelbar mit dem Menschen interagiert und kommuniziert, den Hermes Award verliehen.

Der neue SCHUNK Technologieträger für kollaboratives Greifen

 

Mit dem NEUEN SCHUNK Technologieträger Co-act JL1 Greifer stellt SCHUNK die Weichen für den ersten intelligenten Greifer für den kollaborierenden Betrieb, der unmittelbar mit dem Menschen interagiert. Über den Einsatz unterschiedlicher Sensorik sind Anpassungen des Greifprozesses in Echtzeit möglich.
Situations-, Umgebungs- und Einsatzbedingungen werden über mehrere „Sinne“ aufgenommen, bewertet und kommuniziert.

SCHUNK Co-act Greifer werden zukünftig in der Lage sein, alle relevanten Prozess- und Umgebungsdaten an die Steuerungs- und Produktionssysteme zu übermitteln. Dabei steht die Prozessoptimierung, der intelligente Materialfluss und die ständige Dokumentation im Fokus. Die intuitive Interaktion zwischen Greifer und Bediener ergänzt das System ideal.

  • Kapazitive Sensorik
    Zur Vermeidung von Kollisionssituationen durch deren frühzeitiges Erkennen
  • Touchscreen
    Ermöglicht die Kommunikation mit dem Greifer sowie das Teachen oder Umschalten in verschiedene Betriebsarten
  • Kamera
    Zwischen den Fingern angebracht, für das Erkennen der Umgebung, Unterscheiden und Suchen von Objekten
  • Parallel- und Winkelgriff
    Zwei Griffarten zum Greifen von beliebigen Geometrien
  • Sichere Kraftbegrenzung
    Für jede Handhabung die richtige Greifkraft, auch für große Werkstückgewichte
  • Taktile Sensorik
    Zum rechtzeitigen Erkennen und Unterscheiden zwischen Werkstück und Mensch
  • Optisches Feedback
    Über LED-Leuchten informiert der Co-act Greifer JL1 den Bediener über Status des Greifers und der Identifikation der Werkstücke

Unser Markenbotschafter und Namenspate:

 

"Bei der Kollaboration zwischen Mensch und Roboter hat SCHUNK die Technik fest im Griff. Es freut mich, dass der SCHUNK MRK-Greifer Co-act JL1 Greifer meine Initialen trägt."

Jens Lehmann, deutsche Torwartlegende, seit 2012 SCHUNK-Markenbotschafter für sicheres, präzises Greifen und Halten.

Co-act EGP-C Greifer

 

Erster zertifizierter Industriegreifer für den kollaborierenden Betrieb.
Mit dem SCHUNK Greifer Co-act EGP-C präsentiert der Kompetenzführer für Greifsysteme und Spanntechnik erstmals einen inhärent sicheren Industriegreifer, der von der DGUV für den kollaborierenden Betrieb zertifiziert und zugelassen ist. Das vereinfacht die Sicherheitsbetrachtung bei kollaborierenden Anwendungen und verkürzt so den Zeitaufwand.

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Megatrend Mensch-Roboter-Kollaboration

 

Vom Ersatz menschlicher Arbeit oder dem mitarbeitenden Kollegen – bei der Automatisierung mit Robotern zeichnet sich ein neuer Trend ab, der für alle Komponentenhersteller eine enorme Herausforderung darstellt.

Wo eine Vollautomatisierung von Produktions- oder Montagelinien nur bedingt wirtschaftlich umsetzbar ist, ist es notwendig, Teilprozesse herauszulösen und sie zwischen Mensch und Roboter aufzuteilen. Dabei übernehmen autonom operierende Cobots, also Roboter, die im unmittelbaren Umfeld des Menschen eingesetzt werden, die ergonomisch ungünstigen oder eintönigen Arbeiten z. B. als Hebe- oder Positionierungshilfe bei Lasten. Die physische Belastung des Menschen sinkt, der Prozess wird effizienter. Gleichzeitig wird durch das Hand-in-Hand-Arbeiten von Mensch und Roboter der Platzbedarf verringert und die Flexibilität gesteigert.

Vor allem im Bereich der Montageanwendungen wird die Zahl robotergestützter Assistenzsysteme steigen. Benötigt werden zuverlässige Greifer, die Safety-Funktionalitäten, Sensorik und eine durchgängige Vernetzung auf Komponentenebene vereinen.

SCHUNK als Kompetenzführer für Spanntechnik und Greifsysteme beschäftigt sich intensiv mit dieser neuen Herausforderung.

Zum Artikel "Hand-in-Hand-Greifer"

SCHUNK Greifer für den kollaborierenden Betrieb

Intelligent und sicher mit dem Menschen interagieren.

Teamwork in der Produktionsautomatisierung. Normen für die Sicherheit.

 

Je enger Mensch und Roboter zusammenarbeiten, desto mehr müssen Technologien und Komponenten hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. Die unterschiedlichen Formen der Interaktion zwischen Mensch und Roboter regeln entsprechende Normen und Richtlinien. Unterschieden wird zwischen Sicherer Halt, Handführung, Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung sowie Kraft- und Leistungsbegrenzung.

Methode 1 – Sicherer Halt

 

Soweit der Arbeitsraum um das Robotersystem frei ist, arbeitet dieses mit normaler Geschwindigkeit. Der Eintritt eines Menschen in den Arbeitsraum wird z. B. mittels Laserscanners detektiert. Das Robotersystem geht daraufhin in einen sicherheitsüberwachten Stopp.

Methode 2 – Handführung

 

Das Robotersystem wird durch den Menschen geführt. Hierzu muss das System die Kraft des Menschen z. B. durch einen Kraft-Momenten-Sensor detektieren können. Das Robotersystem bewegt sich nur, wenn diese Bewegung durch den Menschen mittels eines Sicherheits schalters freigegeben wird. Ansonsten befindet sich das Robotersystem in einem sicherheitsüberwachten Stopp.

Methode 3 – Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung

 

Der Arbeitsraum des Robotersystems ist in nacheinander folgende Zonen unterteilt. Wird der Zutritt eines Menschen in eine der ersten Zonen z. B. mittels Laserscanner detektiert, geht das Robotersystem in eine langsamere Geschwindigkeit über. Bei Eintritt in die direkt am Roboter befindliche Zone geht das Robotersystem in einen sicherheitsüberwachten Stopp.

Methode 4 – Kraft- und Leistungsbegrenzung

 

Das Robotersystem arbeitet bei der direkten Kollaboration mit dem Menschen kraft- und leistungsbegrenzt. Die maximal auf den Menschen einwirkenden Kräfte und Drücke dürfen die in der Technischen Spezifikation angegebenen Werte nicht überschreiten. Dies wird über eine inhärent sichere Konstruktion oder Sicherheitsfunktionen sichergestellt.

SCHUNK definiert die Mensch-Roboter-Kollaboration mit Fokus auf den Greifer

Mit dem Co-act JL1 Greifer nimmt SCHUNK den Trend auf und konzentriert sich über den Technologieträger auf die Entwicklung von Aktoren für den kollaborierenden Betrieb. Ziel ist es, dass SCHUNK Co-act Greifer unmittelbar mit dem Menschen interagieren und kommunizieren, und dies unter

Beachtung der normativen Vorgaben. Basis für den Technologierträger SCHUNK Co-act JL1 Greifer sind die drei aus den MRK-Normen abgeleiteten Prinzipien der Mensch-Roboter-Kollaboration. Ein Greifer für den kollaborierenden Betrieb muss hierbei nicht alle Prinzipien erfüllen.

Drei Prinzipien der Mensch-Roboter-Kollaboration

Ein Greifer verletzt nie beim Greifen

Ein Greifer erkennt immer den Kontakt des Menschen

Ein Greifer verliert nie das Werkstück

  • Kraftbegrenzung
    Eine Greifkraftbegrenzung, die in einer Gefahrsituation aktiviert wird. Ansonsten kann der Greifer mit beliebigen Kräften betrieben werden.
  • Kollisionsschutz
    Bei Kontakt werden durch das MRK-gerechte Design alle Verletzungsrisiken eliminiert.

  • Sicherer Antrieb
    Auch bei hohen Greifkräften muss der Greifer ein Verletzen des Menschen verhindern. Bei einer Prozessunterbrechung wird das gegriffene Teil zuverlässig gehalten.

  • Umfeldsensorik
    Einsatz von unterschiedlicher Sensorik zur Erkennung des Menschen und der Umgebung, die gleichzeitig das Werkstück ertastet und es von der menschlichen Hand unterscheidet.

  • Software
    Eine Greifersoftware, die die Signale der Umfeldsensorik auswertet und verarbeitet. Durch die intelligente Software besitzt der Greifer eine künstliche Intelligenz.

Die SCHUNK Greifkompetenz für MRK-Applikationen

 

Im Rahmen der Technologieträgerbetrachtung orientiert sich SCHUNK mit seinen Greiferkonzepten für MRK-Applikationen an konkreten Anwendungsfällen in unterschiedlichen Branchen. Die daraus resultierenden Erfahrungen fließen in der Weiterentwicklung der SCHUNK Co-act Greifer kontinuierlich ein.

Der Weg zum optimalen Greifer für Ihre Applikation


Zur Ermittlung des optimalen Greifers für MRK-Applikationen sind sowohl die Eigenschaften der Aufgabe, des Werkstücks als auch des Greifers zu


beachten. Das SCHUNK Co-act-Team empfiehlt eine strukturierte Vorgehensweise, die alle Faktoren und Parameter berücksichtigt.

Schritt 1

Aufgabenbeschreibung und Prüfung auf Machbarkeit

  • Eignen sich Aufgabenstellung und Werkstück für eine Mensch-Roboter-Kollaboration?

Schritt 2

Auswahl des Roboters oder Cobots

  • Definition des Grundsystems mit mechanischer und elektrischer Anbindung der Peripheriegeräte
  • Sicherstellung einer definierten Ansteuerung

Schritt 3

Auswahl des Greifers in Zusammenarbeit mit dem SCHUNK Co-act-Team unter Beachtung der folgenden Punkte:

  • Werkstück hinsichtlich Greifposition, erforderlicher Greifkraft und dem notwendigen Hub
  • Abhol- und ablageposition und damit Analyse der Störkontur
  • Anbindung an die übergeordnete mechanische und elektrische Peripherie
  • Klemm- und Scherstellen am Greifer oder den Aufsatzfingern

Sie stehen vor einer konkreten MRK-Herausforderung und wollen mehr erfahren über die SCHUNK MRK-Greifer?

Sprechen Sie mit uns über Ihre individuelle Anforderung oder senden Sie uns die ausgefüllte
Checkliste.

Sie erreichen das SCHUNK Co-act Team per:

Tel.: +49-7133-103-3444
E-Mail:
co-act-team@de.schunk.com

Wir freuen uns auf Sie!

Bildergalerie MRK

Downloads

Co-act Meets Cobots (PDF, 3.1MB)
Co-act EGP-C Greifer
Co-act-Checkliste (PDF, 0.5MB)