Wenn Physical AI auf jahrzehntelange Kompetenz in der Greif- und Automatisierungstechnik trifft, entstehen neue Fähigkeiten: Systeme werden adaptiver, Prozesse robuster und Roboter agieren zunehmend autonom. Dadurch lassen sich zentrale Herausforderungen in der Produktion besser bewältigen – vom Fachkräftemangel über steigende Kosten bis hin zu komplexen, variablen Handhabungsaufgaben, die klassische Automatisierung an ihre Grenzen bringen. Um den Einstieg für Unternehmen einfacher zu gestalten, arbeitet SCHUNK eng mit Partnern aus Beratung, Technologie und Forschung zusammen. Dieses partnerschaftliche Vorgehen bündelt Know-how und schafft praxisnahe, schnell umsetzbare Effizienzhebel – für mehr Produktivität, höhere Geschwindigkeit in der Umsetzung und mehr Resilienz im Betrieb.
Im Rahmen der Hannover Messe gaben SCHUNK und die Boston Consulting Group (BCG) eine strategische Zusammenarbeit bekannt, um die Einführung von Physical AI in der Fertigung zu beschleunigen. Ziel ist es, KI-gestützte Robotik schneller aus der Simulation in reale Produktionsumgebungen zu bringen. Gemeinsam wollen beide Partner Kunden dabei unterstützen, wirkungsstarke Automatisierungschancen zu identifizieren, Machbarkeitsnachweise zu entwickeln und industrielle Lösungen zu skalieren. BCG bringt dafür Erfahrung in KI, digitaler Transformation und Prozessen ein, SCHUNK seine Expertise in Automatisierung und industriellen Anwendungen.
Mit EY, NVIDIA und Wandelbots kooperiert SCHUNK, um Physical AI für den europäischen Mittelstand mit NVIDIA-Technologie zu skalieren. Kern ist die modulare SCHUNK GROW-Automationszelle als standardisierte Produktionseinheit für Handling, Montage und Inspektion. Durch die Integration der NVIDIA Omniverse Libraries und des offenen NVIDIA Isaac Simulationsframeworks lässt sich die Zelle mit ihren Roboterbewegungen, Greifprozessen und kompletten Abläufen virtuell abbilden, trainieren und validieren – das senkt Risiken, verkürzt die Inbetriebnahme und stabilisiert den Prozessstart. Wandelbots bringt die NOVA-Plattform für softwaredefinierte Robotersteuerung und Datenintegration ein; EY verantwortet Betriebsmodell und Go-to-Market.
Zusammen mit STACKIT, dem Cloud-Provider von Schwarz Digits, Cybus und mit Unterstützung von Next Level Mittelstand gab SCHUNK einen Ausblick auf eine skalierbare Smart-Factory-Lösung für den Mittelstand. Im Mittelpunkt stand die KI-gestützte GROW-Automationszelle, die einen vollständigen Produktionsschritt abbildet: Bauteile werden über ein Palettiermodul bereitgestellt, vom Roboter mit einem Greifer gehandhabt und anschließend präzise per Laser beschriftet. In einer Visualisierung wuchsen mehrere GROW-Zellen zu einer „Smart Micro Factory“ zusammen. Das offene System lässt sich nahtlos in weitere Automationszellen oder Drittsysteme integrieren und macht so souveräne, schnell skalierbare Smart-Factory-Szenarien für den Mittelstand praktisch erfahrbar.
Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat SCHUNK auf der Hannover Messe einen Lizenzvertrag über im Projekt „SmartHand“ entwickelte Roboterhand-Technologien unterzeichnet. Auf der Basis der DLR-Technologie entwickelt SCHUNK seine modularen, humanoiden Roboterhände weiter, um insbesondere feinmotorische Fähigkeiten für industrielle Anwendungen weiter auszubauen. Mit der Kooperation knüpfen beide an eine rund 20-jährige enge Zusammenarbeit an und wollen nun mechanische Kompetenzen mit moderner Robotikforschung und KI zusammenführen, um anspruchsvolle Automatisierungsaufgaben praxisnah zu lösen.